Diesseits und jenseits des Reschen
Schüler und Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Imst und der Fürstenburg setzten sich parallel im Februar 2020 intensiv mit einem landwirtschaftlichen Betrieb auseinander.
Dazu wurden betriebliche Daten erhoben, analysiert und konkrete Umsetzungsvorschläge erarbeitet. Die Ergebnisse stellten sich die SchülerInnen gegenseitig vor.
Bereits zum 18. Mal führte die LLA Imst mit ihrer Abschlussklasse dieses Projekt durch. Die 4. Klasse Fachrichtung Nutztierhaltung stellte sich zum ersten Mal dieser Aufgabe.
Sie konzentrierten sich auf ein spezielles Thema: Muttergebundene Kälberaufzucht.
Dazu konnte der „Malahof“ der Familie Wallnöfer in Laatsch als Partner gewonnen werden. Seit zwei Jahren wird auf diesem Betrieb, die bei uns noch nicht sehr oft anzutreffende Methode der Kälberaufzucht betrieben. Die Schüler und Schülerin hatten die Aufgabe sich intensiv mit dieser Form der Aufzucht zu beschäftigen, sich eine Umbaulösung im bestehenden Laufstall zu überlegen und die Ergebnisse dem Betriebsleiter und den Imster SchülerInnen zu präsentieren.
Der „Locherhof“ der Familie Köhle in Kobl/Pfunds hält zurzeit Mutterkühe, ein Pferd, ein paar Lege- und Masthühner. Die Imster SchülerInnen, darunter auch der Sohn des Locherhofes, durchleuchteten die Bereiche Pflanzenbau, Fütterung, Stallbau, und Betriebswirtschaft. Am Ende zeigten sie dem Betriebsleiter und den Fürstenburgern mehrere Zukunftsvarianten auf: Aufstocken der Mutterkuhherde und der Lege- und Masthühner, Mastschweine, Anbau von Kräutern, deren Verarbeitung sowie das Abhalten von Seminaren zum Thema Kräuter.
Beim gemeinsamen Besuch des Locherhofes und des Malahofes wurden die präsentierten Varianten für die SchülerInnen der Partnerschule verständlicher und leichter vorstellbar.

