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Interview mit einem Absolventen

Passion Landwirtschaft und EDV

Martin ForcherMartin Forcher, Absolvent der Fachschule Fürstenburg, und nun Systembetreuer und EDV-Lehrer an der Fachschule Frankenberg erzählt von seinem Werdegang. 

Wieso hast du dich entschieden, die Fachschule Fürstenburg zu besuchen? Was waren deine beruflichen Zukunftspläne mit 14 Jahren?

Ich wusste schon als kleines Kind, dass ich später meinen elterlichen Betrieb weiterführen möchte. So hatte ich eigentlich keine Probleme mich nach der Mittelschule zu entscheiden. Vielleicht hatten auch meine Freunde einen Einfluss auf die Entscheidung, dass es unbedingt die Fürstenburg sein musste; ich meine es gibt auch noch andere Landwirtschaftsschulen.

Wann ist der Gedanke gereift dich in Informatik weiterzubilden? Hat dich etwa der Besuch der Fürstenburg bzw. der EDV-Unterricht dort in diese Richtung gelenkt?

Ich will nicht unbedingt den EDV-Unterricht verantwortlich machen. Vielleicht mehr die Struktur der EDV-Anlage, die mich zunächst sehr faszinierte. So bereitete ich auch dem Systembetreuer der Fürstenburg ein paar Schwierigkeiten, da ich sehr (ich will es mal so ausdrücken) „prüffreudig" war und so manches ausprobierte. Aber auch meine Hobbies, die hauptsächlich in diesem Bereich liegen, wären da nicht zu vergessen. Computer haben mich schon von Kindheit an fasziniert.

Würdest du das 4. Schuljahr nochmals besuchen? Wenn ja, was hast du im 4. Schuljahr an Allgemeinbildung gelernt, was dir noch in Zukunft von Nutzen sein kann?

Ich würde das 4. Schuljahr auf jeden Fall noch einmal besuchen, da ich sehr viel fürs weitere Leben mitgenommen habe. Aber auch in unserem Fachgebiet (Obstbau) erzielten wir in jenem Jahr besondere Fortschritte, was auf die kompetenten Referenten und die verschiedenen Ausflüge (zu Fachtagungen usw.) zurückzuführen ist.

Welche Schule hast du nach der Fürstenburg besucht? Welche waren die Inhalte?

Zu diesem Thema habe ich mich lange mit dem Systembetreuer und EDV-Lehrer der Fürstenburg, Daniel Trafoier, unterhalten. Er zeigte mir sehr viele Wege auf wie ich mich in diesem Bereich weiterbilden kann. Aber dennoch entschloss ich mich für den harten Weg. Ich habe die HTB (höhere technische Bildung) im Bereich Netzwerktechnik in Brixen besucht. Das ist ein von der EU finanzierter einjähriger Kurs, bei dem ich lernte wie man Netzwerke strukturiert und sie administriert. In Brixen bin ich mit Absolventen der Fachschule Fachinformatik und Uniabgängern im Bereich Informatik zusammen unterrichtet worden. Zunächst wusste ich nicht, ob ich mir nicht zu viel vorgenommen habe, aber nach harter Arbeit schloss ich das Jahr mit sehr guter Leistung ab.

Wie bist du Schließlich an die Fachschule Frankenberg in Tisens gekommen?

Hierzu muss ich wieder meinen Dank an Herrn Trafoier richten. Als ich die HTB abgeschlossen hatte, stand ich da und wusste nicht was ich machen sollte. So fragte ich Herrn Trafoier, ob er nicht irgendetwas wüsste (in einer Firma oder in einer Schule eben). Es dauerte nicht lange, da kam eine E-Mail, in der er mir mitteilte, dass Frankenberg einen Systembetreuer und EDV-Lehrer suchen würde. So dachte ich mir, fragen kostet ja nichts. Also habe ich mich beworben und es hat auf Anhieb geklappt.

Vor kurzem warst du selbst noch Schüler. Was war es am Anfang für ein Gefühl, zu unterrichten?

Zunächst war es ein komisches Gefühl, da die Schüler/-innen ja kaum jünger sind als ich, aber ich habe mich sehr gut eingelebt und mir gleich den nötigen Respekt verschafft.

Was würdest du Absolventen unserer Schulen empfehlen? Welche Fähigkeiten müssen sie deiner Meinung nach haben, um ihre schulische Karriere weiterführen zu können?

Hmm, das ist eine schwere Frage, da nicht jeder Schüler gleich ist. Zunächst habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir zwar die Sprachen nicht gerne lernen, aber sie schneller im Leben brauchen als wir uns denken.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Das Unterrichten sehe ich als Übergangslösung. Es gefällt mir an der Fachschule Frankenberg recht gut und ich schätze das Umfeld und die Mitarbeiter/-innen. Längerfristig plane ich jedoch, den Hof zu übernehmen, wobei ich hoffe, meine beiden Ausbildungen in Landwirtschaft (Obstbau) und Informatik auf irgendeine Weise erfolgreich kombinieren zu können.